Fährtenarbeit Einen jagdbegeisterten Hund sinnvoll und artgerecht auszulasten, ist nicht einfach ! Ich habe mich schon länger für die Fährtenarbeit interessiert, jedoch scheiterte es an dem geringen Angebot der hiesigen Hundeschulen. Ich hatte mir einen weitaus größeren Aufwand vorgestellt und hätte nie gedacht, daß es soviel Spaß machen könnte ! Begonnen hat unsere Leidenschaft als ich einige Einzelstunden bei einem Hundetrainer hatte, der Fährtenprofi ist und wir die Begabung meiner Hunde testen wollten. Bereits in der ersten Stunde war meinen Hunden die Begeisterung abzusehen und selbst der erste Winkel wurde problemlos gemeistert. Im Frühjahr 2006 nahmen wir an einem Wochenendseminar bei Anne Lil Kvam teil, DER Expertin für Nasenarbeit. Seitdem gehört Fährten zu unseren Lieblingsbeschäftigungen und wir sind, wenn das Wetter es zuläßt, 3-4 mal pro Woche mit der Nase auf dem Boden unterwegs. Ich kann nur jedem empfehlen, die Grundlagen bei einem Kenner zu lernen, man kann viel falsch machen und muß einiges bedenken. Der Schwierigkeitsgrad der Fährte hängt von vielen Faktoren ab: - den Witterungsverhältnissen - der Temperatur - den Windverhältnissen - dem Untergrund - Alter und Länge der Fährte Der grundlegenste Unterschied zum Mantrailing ist, daß der Hund bei der korrekten Fährtenarbeit nach Bodenverletzungen sucht und somit mit "tiefer Nase" arbeitet. Er soll exakt dem Verlauf der Fährte folgen, Winkel und Bögen exakt herausarbeiten und auf bzw. am Ende liegende Gegenstände verweisen. Beim Trailen soll der Hund die Spur eines bestimmten Menschen finden. Hier muß er dem Individualgeruch der Person folgen, läuft nicht gezielt auf der Spur, sondern sucht den Geruch "in der Luft", er läuft auf dem kürzesten Wege dorthin, wo der Geruch am intensivsten ist.
Man beginnt mit einer einfachen Geraden von ca 10m, der Abgang (Startpunkt) wird deutlich in den Boden getreten, danach gehts im Gänsemarsch weiter, in jedem 2 Fußstapfen liegt ein kleiner Futterbrocken, am Ziel der Jackpot als Belohnung.
Fortsetzung folgt ... |